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Montag, 26. Juni 2017

Daspe

Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform im Jahre 1973 wurde das rechtsseitig der Weser liegende Daspe mit der Gemeinde Hehlen vereint. Der Ort ist schon sehr alt. In einer Karte aus dem Jahre 1.000 n. Chr. wird er bereits als germanische Siedlung im Thilithi-Gau verzeichnet. Bekannt ist auch, dass der Ort an einer altsächsischen Gerichtsstätte in seiner nördlichen Feldflur beteiligt war. Aus Drespen über Drespe und Derspe ist schließlich Daspe geworden.

 

Die haufenförmige Dorfanlage war immer landwirtschaftlich geprägt. Nach der Generallandvermessung im Jahre 1771 umfasste das Dasper Gemeindegebeit 861 Morgen Acker, aufgeteilt in 7 Vollmeier, 11 Köter und 3 Brinksitzer.

Die Einwohner von Daspe hatten und haben immer wieder unter Überschwemmungen zu leiden, wenn die Weser nach langanhaltenden Regenfällen oder während der Schneeschmelze im Frühjahr über ihre Ufer tritt.

Seit alters her sind die beiden Orte Daspe und Hehlen mit einer Fähre verbunden. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts gab es noch zwei Fähren:  die obere Gutsfähre und die mit ihr konkurrierende untere bei Daspe. Die untere Fähre kaufte Graf von der Schulenburg 1821, ließ sie eingehen und verlegte die obere an die Stelle der unteren Fähre.  Zuletzt stand sie im Eigentum des Landkreis Holzminden. Am 20. Juni 2003 hat unsere große Fähre offiziell zum letzten Mal ihren Dienst getan. Sie wurde abgelöst durch eine 172 m lange Brücke, die wegen ihres blauen Anstrichs auch „Blaues Wunder“ genannt wird. Hehlen und Daspe sind von da an noch enger zusammengerückt.

 

Daspe hat heute 113 Einwohner.

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