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Donnerstag, 17. August 2017

Die Immanuel-Kirche Hehlen

Der Bau der jetzt bestehenden Kirche, wohl anstelle der Oberen Kirche von Friedrich Achatz von der Schulenburg gefördert und 1697 - 1699 nach Plan des braunschweigischen Landbaumeisters Hermann Korb ausgerührt.

Immanuel-Kirche HehlenAuf einer Anhöhe des Haufendorfes erhebt sich der von zwei fast quadratischen Treppentürmen mit welschen Hauben eingefasste längsgestreckte, achteckige Zentralbau mit je einem Dreieckgiebel über der Nord- und Süd Fassade und sparsamen Architekturgliederungen aus Rotsandstein. Im Inneren befinden sich doppelgeschossige Emporen mit Ausnahme der Ostseite; dort, von kannelierten Pflastern eingefasst, hinter der Altarmensa die Kanzel und darüber die Orgel. An den Pfeilern nächst der Kanzel sind zwei hölzerne Schulenburg-Epitaphe angebracht, darunter das des Bauherrn. Das untere Emporengeschoß wird durch weiß marmorierte Pilaster bogenartig gegliedert, das obere von korbbogigen Arkaden überspannt. Die Decke besteht aus einem achtseitigen hölzernen Spiegelgewölbe mit Stuckdekor. Unter dem östlichen Treppenturm befindet sich das Erbbegräbnis der Schulenburgs und in der Sakristei eine theologische Bibliothek mit Werken des 16. und 17. Jh. Die Immanuel-Kirche verkörpert in Deutschland eine der frühesten ausgeprägten Zentralraumkirchen des Protestantismus.

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