logo hehlen 79x90

Samstag, 25. November 2017

Das Weserrenaissance Schloss in Hehlen

Erbaut wurde es 1579-1584 durch den Kriegsobersten Fritz von der Schulenburg (1518-1589). Es liegt nordöstlich vom Dorfe an der Weser und ist von einem Wassergraben umgeben. Der fast schmucklose Vierflügelbau um einen quadratischen Hof hat zwei achteckige Treppentürme in den gegenüberliegenden Binnenwinkeln. Drei Stockwerke aus ursprünglich verputztem Kalkbruchstein mit regelmäßig gereihten und gekuppelten Fenstern und hohe Walmdächer, in Sollingplatten eingedeckt, mit breiten Schleppluken und Gauben prägen den Bau. An der Südost- und Nordwestecke befinden sich je ein Rundturm mit welscher Haube und ein kleiner doppelgeschossiger Erker vor der Nordostecke. Der ursprüngliche Zugang führte über eine steinerne Brücke an der Westseite durch die von Rustikapilastern gerahmte Einfahrt mit Dreieckgiebel; im Tympanon das Allianzwappen des Bauherrn und seiner Gemahlin Ilse von Saldern und der Jahreszahl 1579. Die Portale beider Treppentürme haben Sitznischen, am südöstlichen im Scheitelaufsatz erkennt man das Allianzwappen des Erbauerpaares, am nordwestlichen ihre Brustbilder im Relief. Der Gedenkstein für den Erbauer in voller Rüstung, wohl von Ebert Wolff d. J., befindet sich im Hofe gegenüber der Durchfahrt, die innen zu einer kreuzgewölbten Halle erweitert ist. Von der ursprünglichen Ausstattung blieb wenig erhalten. In den neuen Rittersaal wurde 1887 das Epitaph des Erbauers mit überlebensgroßer Alabasterstatue in einer Arkade bez. 1597, ebenfalls wohl von Ebert Wolff d. J., aus der Hehlener Kirche übertragen.

Unter den Wirtschaftsgebäuden des einstigen Gutshofes ragt die massive Scheune von 1564 hervor.

Der Park enthält noch frühbarocke Sandsteinputten und vier mythologische Figuren.

Anmelden Registrieren