Gemeinde Hehlen muss keine Kredite aufnehmen
Rat verabschiedete den Haushalt für 2010 / Straßenbeleuchtung ist bald um die Hälfte billiger geworden
Bodenwerder (rbo). Es ist in Hehlen die letzte Gemeinderatssitzung vor der Stichwahl um den Posten des Samtgemeindebürgermeisters von Bodenwerder-Polle. Am kommenden Sonntag entscheidet sich, ob der derzeitige Bürgermeister von Hehlen, Joachim Lienig (SPD), oder sein Mitkandidat Fiedrich-Wilhelm Schmidt (CDU) ins Rathaus Bodenwerder einziehen wird.
Vorher stand für den Hehlener Bürgermeister aber die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan für das Jahr 2010 auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Und die wurde von den Ratsmitgliedern, bestehend aus SPD und WG, einstimmig beschlossen.
Im Verwaltungshaushalt sind 1167100 Euro und im Vermögenshaushalt 141700 Euro festgesetzt. Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B bleiben bei 300 Prozent und der Hebesatz für die Gewerbesteuer bei 320 Prozent bestehen. Und als eine von wenigen Gemeinden muss Hehlen keine Kredite aufnehmen.
Auch für die allgemeine Sportförderung sind im Haushalt 2010 noch, 4500 Euro vorgesehen. Allerdings musste das Dorferneuerungsprogramm auf Eis gelegt werden. Lediglich 1400 Euro an Landeszuweisungen sind hierfür eingeplant worden.
Der Austausch der Beleuchtungskörper in der Straßenbeleuchtung von jeweils 150 Watt auf 75 Watt drückt in diesem Jahr die Bewirtschaftungskosten auf 18 000 Euro. Gegenüber 2009 immerhin eine Ersparnis von fast 50 Prozent. Beim Auswechseln der Beleuchtung wurde festgestellt, dass viele Kuppeln der Laternen defekt sind und ausgetauscht werden müssen. Dies schlägt 2010 mit 12400 Euro zu Buche.
Durch die Fusion der Samtgemeinden Bodenwerder und Polle ergibt sich eine neue Berechnung der sogenannten Einwohnerveredelung. So erhöht sich Hehlens Samtgemeindeumlage auf 287400 Euro und das bei einer Zuweisung der Samtgemeinde von 28900 Euro.
Vor der Einstellung eines weiteren Gemeindearbeiters gingen im Gemeindebüro 91 Bewerbungen ein. 18 Bewerber gelangten in die engere Wahl. Inzwischen ist einer der Bewerber eingestellt worden. Für den an der Sievershagener Mühle geplanten Ferienwohnpark der Familie Grödecke (wir berichteten) stellte der Rat die gesetzlichen Weichen. Der Vorvertrag zum Durchfuhrungsvertrag des Erschließungsplans mit der Firma Glockenbreite GmbH i.G. in Sievershagen wird einstimmig beschlossen. Die Gemeinde Ottenstein, auf deren Gemarkung auch ein Teil des Baugrundstücks liegt, hat dies bereit getan.
Laut Aussage des Sohnes der Familie Grödecke, der als Zuschauer der Gemeinderatssitzung beiwohnte, sollen auf dem Hanggrundstück nach und nach bis zu 19 etwa 30 Quadratmeter große Wohnmobilheime entstehen.


