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Dienstag, 23. April 2019

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Hehlens Pastor Blomberg sieht großen Sanierungsbedarf und den Kirchenkreis in der Pflicht

Hehlens Pastor Blomberg sieht großen Sanierungsbedarf und den Kirchenkreis in der Pflicht Anno Domini, kurz „A-D. 1705" steht an der Gartenfassade des Pfarrhauses auf dem Thie in Hehlen.

Seit 305 Jahren also ist das Pfarrhaus auf dem Thiegelände mit der gegenüberliegenden Kirche zugleich Dienst- und Wohnsitz vieler Generationen von Pastoren mit ihren Familien.

Auch nach mehr als 300 Jahren erlebter Zeitgeschichte steht der große Barockbau noch immer eindrucksvoll und stolz da. Man sieht dem denkmalgeschützten Haus seine herrschaftliche Bauweise durchaus an, mit seinen drei Stockwerken, dem hübschen barocken Treppenhaus innen und den sehr hohen Räumen hebt es sich deutlich von anderen Fachwerkhäusern aus derselben Epoche ab.

Das alte PfarrhausUnd genau um den Erhalt dieses Hauses sorgt sich Pastor Kurt-Ulrich Blomberg. Er ist seit 1975 Pastor in Hehlen und lebt selbst seit 35 Jahren im Pfarrhaus. „Es müssten umfassende Instandsetzungen am Haus gemacht werden. Durch die alten Fenster pfeift der Wind, die Wandflächen müssten gedämmt und weitere energietechnische Maßnahmen durchgeführt werden." Ein Energiegutachten hegt bereits vor. Besonderes Sorgenkind ist die Fassade des Hauses zum Garten hin, wo das noch nahezu originale Fachwerk aus der Erbauungszeit deutliche Verwitterungsspuren aufweist.

Blomberg sieht dabei den Kirchenkreis in der Pflicht, zumindest die Grundfinanzierung für diese Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. „Es geht dabei schließlich um den Erhalt vorhandener Werte mit großer kulturgeschichtlicher Bedeutung. Wo sonst gibt es so etwas noch?"

Dabei nimmt gerade das Pfarrhaus auf dem Thieplatz eine besondere Stellung ein. Nach der Kirche ist es vor dem Kantorenhaus, der Feuerwehr und dem Kindergarten, die früher Scheune und Schuppen waren, das zentrale Gebäude des Platzes, das dem Thie seine Charakteristik als historischen Versammlungsplatz verleiht. „Dieses Gebäudeensemble eines barocken Pfarrgehöftes wie hier in Hehlen ist schlichtweg einmalig in unserer Region", so Blomberg. „Es vermittelt noch immer einen guten Einblick in das Leben aus der Zeit um 1700, als sich der Pfarrer noch von dem mit der Pfarrstelle verbundenen Ackerland ernähren musste. Deshalb brauchte man so viele Wirtschaftsgebäude, die in ihrer Anordnung noch heute den Thieplatz ausmachen."

Im nächsten Monat nun wird Pastor Blomberg in den Ruhestand gehen und zusammen mit seiner Frau aus dem Hehlener Pfarrhaus ausziehen. Dann wird es für die Zeit der Vakanz der Pfarrstelle zunächst einmal leerstehen. Dem 63-Jährigen ist es jedoch ein großes Anliegen, diese kulturellen Werte und Güter auch über seine Amtszeit hinaus nachhaltig geflegt und erhalten zu wissen.

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