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Montag, 14. Oktober 2019

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Verein will Mietvertrag abschließen,
Konzept erarbeiten, Fördermittel beantragen

Der Verein für Heimatpflege und Regionalgeschichte Hehlen ist seinem Ziel, eine Heimatstube einzurichten, ein wesentliches Stück näher gerückt.

 

Bei der jüngsten Hauptversammlung im Kantorhaus sprachen sich die Mitglieder dafür aus, mit Ilse Böker, Besitzerin der ehemaligen Papiermühle, einen Mitvertrag für eine etwa 80 Quadratmeter große Wohnung abzuschließen.

Der Vorsitzende Helmut Wrede: „Diese Wohnung würde sich ausgezeichnet für museale Zwecke eignen." Dem Vertragsabschluss müsste die Aufstellung eines Sanierungskonzeptes folgen, damit Zuschüsse beantragt werden (etwa Leader plus) und die Einrichtung in Angriff genommen werden kann.

Schulsammlung lagert auf einem Kornboden

Begonnen hatten die Erwägungen zur Einrichtung einer Heimatstube, der als Verein im Januar 2002 eine kleine Ausstellung auf der oberen Empore der Immanuelkirche aufbaute, die dort bis heute zu sehen ist. Die Überlegung, den Flur des Gemeindebüros für Ausstellungszwecke zu benutzen, wurde bald wieder verworfen. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten ging weiter, zumal im April 2002 die in 16 Jahren zusammen geragene heimatkundliche Sammlung der Hehlener Grundschule wegen Raumbedarfs und Zeitmangel aufgelöst werden musste (wir berichteten). Der Verein nahm diese Fülle von Material gern als Grundstock für ein Heimatmuseum in seine Obhut und konnte die Exponate zunächst auf dem ehemaligen Kornboden von Landwirt Helmut Kienast unterbringen.

Papiermühle war einst ein Damenstift

Die frei gewordene Wohnung in der ehemaligen Papiermühle (Fährstraße 5) kam in dieser Situation wie gerufen. Und Besitzerin Böker konnte sich schnell mit der Idee anfreunden, die Räumlichkeiten für eine Heimatstube zur Verfügung zu stellen.

Der Vorgängerbau dieser Mühle war ein von Ilse von Saldern als verwitwete von der Schulenburg errichtetes Damenstift, das nach 1600 in die ehemalige gräfliche Papiermühle - sie bestand bis 1961 - umgewandelt wurde.

Nach umfangreichen Malerarbeiten, der Erneuerung von Fenstern und Türen, Heizungs- und Elektroarbeiten soll Raum für Raum - vorwiegend in Eigenlistung der Mitglieder - eingerichtet werden. „Die Heimatstube sollte sich konzeptionell und auch thematisch durchaus von benachbarten Einrichtungen - etwa der geplanten Heimatstube in Ottenstein - abheben", so der Vorsitzende. Neben der Ortsgeschichte könnten die alte Siedlungsgeschichte im Sandfeld, das Schloss Hehlen, das Adelsgeschlecht derer von Schulenburg, die Industrie (Kalkwerk, Zigarrenmacher) sowie die Schicksale jüdischer Mitbürger zentrale Themen der Einrichtung sein.

Mann rechnet in Hehlen nach dem Bau der Weserbrücke mit einer Belebung des Tourismus, so dass man sich auch vorstellen kann, Rundgänge durch das Dorf anzubieten.

Der Vorsitzende Helmut Wrede erinnerte im Rahmen seines Berichtes an die Feierstunde zur Einweihung des Frenkesteins in der Immanuelkirche, an den Besuch aus Amerika, die Himmelfahrtswanderung nach F renke, an die Beteiligung an der Schlosspark Beleuchtung, das Gambenkonzert und die Fahrt zur Papiermühle nach Schieder. Friedhelm Jonas freute sich über den regen Zuspruch bei den plattdeutschen Abenden.

2003 soll mit der Aufstellung eines Maibaumes im Bereich der Gerberfahrt ein alter Brauch in Hehlen wiederbelebt werden. Wie der Vorsitzende mitteilte, hat sich die Mitgliederzahl auf 73 erhöht.

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