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Mittwoch, 22. Januar 2020

Rat einstimmig für Aufnahme ins interkommunale Entwicklungskonzept der Samtgemeinde

Einstimmig hat sich Hehlens Rat in seiner jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, sich am Interkommunalen integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept des Netzwerkes der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle (IEK) zu beteiligen. Die Gemeinde Hehlen kann bei der Samtgemeinde damit eine Liste von Förderprojekten im Kernort vorlegen, die in den nächsten zehn bis 15 Jahren bewilligt und abgearbeitet werden können. Die Sanierungsprojekte werden dann zu zwei Dritteln über das Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden" von Bund und Land subventioniert. Mit seinem Beschluss erklärte Hehlens Rat damit aber auch seine grundsätzliche Bereitschaft, das restliche eine Drittel der Kosten aus eigenen Haushaltsmitteln zu kofinanzieren. Hierüber wird der Rat in den nächsten Jahren nach Haushaltslage jeweils gesondert abstimmen.

Das Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" startete auf Initiative von Bundesminister Dr. Ramsauer im Jahr 2010. Es stellt einen Baustein der „Initiative ländliche Infrastruktur" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung dar. Klein- und Mittelstädte in ländlichen Räumen sollen für die Zukunft handlungsfähig gemacht werden. Ein Handlungsschwerpunkt des Programms ist die Unterstützung aktiver interkommunaler, überörtlicher Zusammenarbeit. Hintergrund des Kooperationsgedankens: Wenn die Kommunen mit ihren Umlandgemeinden zusammenarbeiten und sich über gemeinsame Versorgungseinrichtungen abstimmen, kann eine angemessene Auslastung gewährleistet und das Angebot dauerhaft gesichert werden.

In der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle ist diese interkommunale Erarbeitung eines IEK inzwischen weitgehend abgeschlossen. In einer nichtöffentlichen Informationsveranstaltung aller Räte der Mitgliedsgemeinden wurde das Konzept am 28. Januar bereits vorgestellt. Ein Termin zur Vorstellung der an dem Projekt beteiligten Öffentlichkeit wird demnächst stattfinden.

In der Sitzung des Rates Hehlen wurde bereits jetzt eine Liste von möglichen Förderprojekten vorgelegt, die beim IEK von der Gemeinde Hehlen angemeldet werden sollen. Darin vorgesehen ist die Sanierung des Turnhallen-Fußbodens ebenso wie die Erneuerung und der Umbau der Straße „Im Hagen", der Haupt- und der Schloßstraße. Hehlen mit seiner Hanglage hat zahlreiche Natursteinmauern, mit denen Hänge und Bachbette abgestützt werden. Diese in die Jahre gekommenen Mauern, so die Vorstellung des Rates, sollten in den nächsten Jahren mit Geldern aus dem Förderprogramm saniert werden. Auch die Sicherungsgeländer in der Schulstraße und im Hagen - in den 1950er Jahren teilweise provisorisch aus alten Eisenbahnschienen zusammengeschustert - entsprechen nicht mehr den Anforderungen und sollten mit lEK-Mitteln erneuert und erweitert werden. Unter den angemeldeten Förderprojekten ist auch die Sanierung des Kriegerdenkmals nebst Gartenanlage und Teich an der Brökelner Straße. Die Parkplätze an Post- und Schulstraße, so sehen es die Projektplanungen vor, könnten ebenfalls mit Fördermitteln ausgebaut werden.

Kriegerdenkmal HehlenEin für Hehlen charakteristisches Element sind die starken Bäche mit ihren Talschluchten, Brücken und Mühlenbauten. Auch hier soll historisch Gewachsenes, wie die alten Bachtreppen zum Wasserholen, wieder baulich unterstrichen werden, so sehen die Planungen vor. Ferner könnte die Anbindung an die Weser mit Fördermitteln wieder verbessert werden. So gab es am sogenannten Zimmerplatz unterhalb der Blauen Brücke früher einen Dampferanleger: Auch der könnte mit Fördergeldern wie­der aufgebaut werden. Die Weiße Flotte, so Bürgermeister Ja­cob, würde dann auch Hehlen wieder ansteuern.

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