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Mittwoch, 22. Januar 2020

Neujahrsempfang der Gemeinde Hehlen / Grüße und gute Wünsche für den neuen Pastor

 

Es ist die Frage, die Pastor Peter Dortmund im vergangenen halben Jahr schon oft gehört hat, und auf deren Beantwortung natürlich beim Neujahrsempfang der Gemeinde Hehlen alle brannten: „Haben Sie sich bei uns gut eingelebt?" Seit Juli 2011 ist Dortmund die neue Besetzung der Pfarrstelle in Hehlen, und die dringende Frage seiner Geineindemitglieder will erNeujahrsempfang der Gemeinde Hehlen so einfach nicht beantworten. Angekommen sei er bei Eis und Schnee, als seine Dienstwohnung noch eine Baustelle war. In die Freude über die neue Stelle mischte sich damals noch eine gehörige Portion Tristesse. Inzwischen ist die Wohnung längst fertig, man habe sich eingerichtet „und wir sind sehr herzlich aufgenommen worden. Es hat sich zudem herausgestellt, dass die Menschen hier sehr offen sind. Und natürlich leben wir landschaftlich in einer unglaublich schönen Umgebung." Der Start sei also sehr gut gelungen. Das sieht der altgediente Kirchenvorsteher Friedhelm Jonas aus Hehlen genauso: „Wir sind sehr zufrieden mit ihnen", gab er augenzwinkernd an Dortmund zurück und sprach damit den sehr zahlreich erschienen Anwesenden aus der Seele. Der junge Pastor hat zweifelsohne frischen Wind durch die Gemeinde wehen lassen.

Das machte der Seelsorger auch im Gottesdienst deutlich: das Büßergewand ist seine Sache nicht und habe mit einem modernen Verständnis von Kirche nur noch wenig zu tun. Ein gesundes Verhältnis von Demut und Selbstbewusstsein fordert er von den Besuchern ein, und fängt bei sich selbst an: Er möchte bei den Gemeindemitgliedern nicht von seinen „Schäfchen" sprechen - obwohl es an diesem Tag mehr als genug davon gegeben hätte, wurde doch während des Empfangs zur Freude aller Besucher eine Schafherde am Kantorhaus vorbeigetrieben.

Ein besonderes Augenmerk richtete Dortmund in seiner Ansprache noch einmal auf die Bedeutung des Ehrenamtes. „Nicht nur innerhalb einer Kirchengemeinde sind die Menschen, die sich unentgeltlich zum Wohle der Gemeinschaft einbringen, unverzichtbar; auch in Vereinen insbesondere in den kleinen Dörfern sollte ihre Arbeit geschätzt und anerkannt werden." Ohnehin ist Dortmund keiner der jammert, sondern einer, der macht. Begriffe wie „strukturschwach" und „demografischer Wandel" kann er nicht mehr hören. „Wir wissen, wie die Lage hier ist, das sollte aber doch Anlass dafür sein, den Menschen, die hier wohnen, das Leben trotzdem gut zu gestalten."

Vertreter aus Kirche, Politik, Vereinen und Stiftungen überbrachten dem Gemeindeoberhaupt zum Start des neuen Kirchenjahres Grüße und gute Wünsche, nicht ohne wichtige Informationen in eigener Sache an die Gemeinde weiterzugeben. So erläuterte Bürgermeister Harald Jacob die ersten Punkte zur anstehenden Dorferneuerung in Hehlen. Bernard Cyrus überbrachte die Grüße der katholischen Nachbargemeinde Bodenwerder, und von der Stiftung „Unsere Kirchen" der Gemeinde Hohe/Brökeln und Hehlen/Daspe fasste Helmut Wrede noch einmal die Investitionen des vergangenen Jahres zusammen. Unter anderem sei das Altarbild der Kirche in Hohe saniert worden, und neue Gesangbücher wurden angeschafft. „Insgesamt ist unsere Stiftung sehr gut aufgestellt", betonte Wrede.

Damit kann sich Pastor Dortmund für die Zukunft also nicht nur moralischer, sondern auch finanzieller Unterstützung sicher sein. Trotzdem will er die Frage, ob er sich gut eingelebt habe, erst nach Ablauf eines Jahres beantworten. Dabei lässt die lockere Veranstaltung die Beobachter bereits vermuten: Dortmund hat sich längst eingelebt, vor allem aber hat sich die Gemeinde mit ihm gut eingelebt.

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