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Samstag, 07. Dezember 2019

Weserbrücke Hehlen - das blaue Wunder

Der Boden unter den Füßen der zahlreichen Ehrengäste und Bürger beider Orte bebte leicht, als gestern Vormittag Landrat Walter Waske mit Unterstützung des Kranführers am Dasper Ufer den symbolischen „1. Rammschlag" vornahm und die Bauarbeiten für die Weserbrücke Hehlen-Daspe einleitete.

 

Baubeginn Weserbrücke HehlenViel zu beobachten gibt es derzeit am Weserufer in Daspe und Hehlen: Hier haben gestern offiziell die Bauarbeiten für die Weserbrücke begonnen. Mit einem 8OO-Tonnen-Kran werden Spundbohlen aus Stahl in den Boden gerammt.

Der Boden bebte, als der Landrat zum ersten Rammschlag ansetzte

Offizieller Baubeginn der Weserbrücke Hehlen-Daspe / „Die sinnvollste Lösung"

Baubeginn Weserbrücke Hehlen„Das ist schon ein bewegender Moment", meinte etwa Hehlens stellvertretender Bürgermeister August Rode mit hörbarer Rührung in der Stimme. "Immerhin haben wir auf diesen Tag 30 Jahre gewartet." Landrat Waske sprach von einem "wichtigen Bauwerk" und erinnerte daran, dass vor zwei Jahrzehnten die Interessengemeinschaft Dasper Bürger „mit Vehemenz" eine feste Verbindung zwischen beiden Ufern gefordert hatte. Konkret geplant wurde seit 1990, von '93 bis '96 habe man das Planfeststellungsverfahren durchgeführt.

Wegen der Weltausstellung „Expo 2000" sei die Realisierung des Projekt verschoben worden - die Fördergelder nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) hatte die Ländesregierung anderweitig eingeplant.

Weserbrücke statt Bau eines Fährkörpers - so entschied der Kreistag im Juni 2002 und sprach sich mit dem Votum "angesichts der hohen Baukosten von 3,2 Millionen Euro durchaus mit Bauchschmerzen" (Waske) für die Verwirklichung des Projektes aus. Auf der Dasper Seite wurde gestern die erste Spundbohle in den Boden getrieben.75 Prozent der Kosten trägt das Land Niedersachsen. Mit der Fertigstellung der 172 Meter langen Stabbogenbrücke aus Stahl, die den Verkehr im Zuge der Kreisstraße 8 auf vier Pfeilern einspurig über den Fluss führt, rechnet der Landkreis für Juni 2004. „Ob sicherer Schulweg, der kürzere Weg zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Arbeitsstelle - die feste Anbindung an Hehlen ist für die Bürger Daspes wichtig", unterstrich Landrat Walter Waske, verwies auch auf das Vereinsleben beiderseits der Weser. „Die Brücke ist die wirtschaftlich sinnvollste Lösung."

Einer der größten Kräne ist in Daspe im Einsatz

Das Geschehen auf der Baustelle im und am Fluss erläuterte Ingenieur Ralf Schubart, mitverantwortlich für die Bauoberleitung. „Im Einsatz ist derzeit ein 800-Tonnen-Kran - einer der leistungsstärksten. Er rammt Spundbohlen aus Stahl etwa sechs Meter tief ins Erdreich." Im Schutze der Bohlen entstehe eine gut drei Meter tiefe Baugrube für die Pfeiler - sie werden aus Stahlbeton gegossen und später mit rotem Wesersandstein verkleidet. Schubart: „Sind Fundamente und Pfeiler fertiggestellt, werden die Spundbohlen mit einem Schneidbrenner auf Bodenniveau abgetrennt - die im Erdreich versenkten Enden verhindern bei Hochwasser die Unterspülung der Fundamente."

Die auf der Dasper Seite bereits ins Flussbett getriebenen Stahlträger dienen- mit Holzbohlen verkleidet - als Leitwerk für Schiffe und Boote. "Die Konstruktion soll die Baustelle schützen" erklärt der Ingenieur.

Landrat Walter Waske im Führerhaus des 800-Tonnen-Krans. Er nimmt den symbolischen „1. RammschlagWährend in den nächsten Wochen auf beiden Fluss-Seiten Fundamente, Pfeiler und Widerlager gebaut werden, fertigt eine Firma in Darmstadt bereits die ersten Teile der Stabbogenbrücke. „Nach der Vormontage auf dem Trockenen wird die Brücke - vermutlich im November - von Daspe aus über die Weser geschoben. Das wird eine spektakuläre Aktion", kündigte Ralf Schubart an. Und zu Weihnachten, so sein Versprechen, können Hehlener und Dasper „ihre" neue Brücke zu Fuß passieren.

 

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