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Kalkwerk Hehlen

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg ist zu dem Beschluss gekommen, dass die im April 2009 vom Gewerbeaufsichtsamt Hannover erteilte Genehmigung zur Erweiterung der Abbaufläche im Steinbruch des Kalkwerks Hehlen Formfehler aufweist und deshalb ungültig ist.

 

Das Oberverwaltungsgericht bestätigte damit das Urteil der 12. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover vom September vorigen Jahres, gegen das das Kalkwerk in nächster Instanz Einspruch eingelegt hatte. Andreas Goedecke, Geschäftsführer des Hehlener Kalkwerks neben der Kalkwerk Hehlen - Aus für Steinbruch-ErweiterungBundesstraße 83, sieht den Beschluss aus Lüneburg indes gelassen: „Es geht im Steinbruch alles weiter wie gewohnt, und es wird im alten Genehmigungsrahmen weiter abgebaut", kündigte der Diplom-Bergingenieur an. Derzeit werde vom Hehlener Unternehmen geprüft, ein neues Erweiterungsverfahren anzuschieben, bei dem Form- und Verfahrensfehler vermieden werden sollen.

Zu der gerichtlichen Auseinandersetzung war es gekommen, nachdem im Frühjahr 2006 Erweiterungspläne des Kalkwerkes an der Kuppe des Brönenberges bekannt geworden waren. Damals hatten sich Einwohner Hehlens zu einer Bürgerinitiative gegen diesen Eingriff in zum Teil schützenswerte Gebiete von Tieren und Pflanzen zusammengeschlosssen. Nachdem 2009 das Gewerbeaufsichtsamt Hannover eine Abbaugenehmigung erteilt hatte, war vom BUND einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Hannover eingereicht worden. Wegen dessen Abbau-Widerrufs hatte sich das Kalkwerk an Lüneburg gewandt.