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Montag, 21. Oktober 2019

Heller Lederfabrik Hehlen

Hehlener Unternehmen beim Großen Preis des Mittelstandes als Finalist ausgezeichnet

Man sei, gesteht Frank Fiedler, mehr als überrascht -allerdings überaus angenehm überrascht. Aus dem Stand ist Heller-Leder beim Großen Preis des Mittelstandes als Fi­nalist ausgezeichnet worden. Und das, betont Fiedler als ei­ner von drei Geschäftsführern des Hehlener Unternehmens, sei aus mehreren Gründen ge­radezu sensationell.

Das Besondere: Im Gegen­satz zu manch anderen Aus­zeichnungen kann sich beim Großen Preis des Mittelstandes kein Unternehmen selbst be­werben. Es muss von Dritten nominiert werden. Nur etwa je­des tausendste Unternehmen in Deutschland werde überhaupt nominiert, erklärt Fiedler. Be­reits mit der Nominierung ge­höre ein Unternehmen daher zur unternehmerischen Elite in der Republik. Dieses Alleinstel­lungsmerkmal sei wirkungsvoll im Marketing und in der Un­ternehmensführung nutzbar.

Hehlen: Heller-LederNominiert wurde Heller-Le­der im April durch den Land­kreis Holzminden, musste dar­aufhin eine umfangreiche Do­kumentation mit vielen Details zum Unternehmen erarbeiten und einreichen, ehe im Mai die erste positive Nachricht kam: Die Oskar-Patzelt-Stiftung, un­ter deren Regie die Preisvergabe läuft, gratulierte Heller-Leder zur Erreichung der sogenannten Juryliste. Aus 4035 nominierten Unternehmen waren 674 für die Juryliste ausgewählt und zum Finale in das Düsseldorfer Maritim-Hotel eingela­den worden.

Thomas Strebost als Geschäftsführender Gesellschafter sowie die Geschäftsführer Ru­dolf Ebeling und Frank Fiedler reisten gemeinsam nebst Ehe­frauen zur Gala mit Preisverlei­hung und Ball nach Düsseldorf, um die Erreichung der Juryliste zu feiern. Mehr habe man nicht erwartet, berichtet Fiedler. Doch die Krönung sollte noch folgen. Gemeinsam mit vier weiteren Unternehmen aus Niedersachsen und Bremen wurde Heller-Leder auf der Galabühne als Finalist ausgezeich­net. Damit, freut sich die Ge­schäftsführung, gehöre Heller-Leder zu den fünf besten mit­telständischen Unternehmen in Niedersachsen und Bremen.

Auch der Landkreis Holzminden gratulierte bereits per E-Mail und verriet, warum die Wirtschaftsförderung des Landkreises gerade Heller-Leder vorgeschlagen hat. Heller-Leder habe in den vergangenen Jahren eine herausragende Unternehmensentwicklung verzeichnet, sei weltweit Marktführer und Innovationstreiber der Lederindustrie. Ständig würden die Gerbverfahren optimiert mit dem Ziel einer um­weltschonenden Produktion. Es gebe integrierte Energiekonzep­te, für die man sich auch in in­ternationalen Gremien einsetze. Zudem, so Wirtschaftsförderin Dr. Jutta Klüber-Süßle, habe Heller-Leder früh erkannt, dass Nachhaltigkeit ein klarer Wettbewerbsvorteil sei. Heller-Leder sei weltweit die erste Gerberei, die mit dem Blauen Engel aus­gezeichnet worden sei, betreibe zudem eine eigene Kläranlage. Das Unternehmen stelle sich seiner Verantwortung gegen­über der Jugend, habe eine ho­he Ausbildungsquote. Und: Die Unternehmenskultur sei vorbildlich, von Offenheit und To­leranz gegenüber Mitarbeitern mit Migrationshintergrund ge­prägt. Herauszuheben sei ferner die Unterstützung von örtlichen Sportvereinen, Initiativen und Veranstaltungen als gelebtes Zeichen regionaler Verbun­denheit. „Es lag auf der Hand", unterstreicht Klüber-Süßle, „Heller-Leder zu nominieren."

Der jährliche Wettbewerb Großer Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung hat sich seit dem Start im Jahre 1995 zu einem der wichtigsten deutschen Mittelstandswettbewerbe entwickelt. 2008 würdig­te der damalige Bundespräsi­dent Horst Köhler die Stiftung für ihre Förderung des unternehmerischen Mittelstandes mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Ziele der Os­kar-Patzelt-Stiftung sind die Förderung einer Kultur der Selbstständigkeit nach dem Motto „Gesunder Mittelstand, starke Wirtschaft, mehr Arbeitsplätze" sowie Respekt, Achtung und Anerkennung unternehmerischer Tätigkeit und unternehmerischer Tugenden. Erfolg entstehe durch Wettbewerb, betont Bernd Schenke, Vorstandssprecher der Oskar-Patzelt-Stiftung. Nicht nur die Gewinner des Großen Preises würden ausgezeichnet - der ge­samte Mittelstand werde jähr­lich geehrt. Das Unternehmer­tum brauche Mentoren und Motivatoren auch außerhalb der Politik. Unter dem Motto „Erfolg für alle" wurden von der Stiftung in Düsseldorf ins­gesamt 33 Unternehmen und eine Kommune (die Besten des 19. bundesweiten Wettbewerbs um den Großen Preis aus Bre­men, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein) geehrt. Einen Sieger beziehungs­weise eine Rangfolge der Fina­listen gibt es nicht. Sie stehen gleichberechtigt nebeneinander. Der Preis ist nicht dotiert. Laut Stiftung gehe es für die Unternehmen einzig und allein um Ehre, öffentliche Anerken­nung und Bestätigung ihrer Leistungen - ohne finanzielle Anreize. Im Wettbewerb geht es ausdrücklich nicht nur um betriebswirtschaftliche Erfolge oder Beschäftigungs- und Inno­vationskennziffern. Bewertet werden die Unternehmen in ihrer Gesamtheit und in ihrer Rolle in der Gesellschaft. Bewertungskriterien für den Preis sind die Gesamtentwicklung des Unternehmens, die Schaf­fung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Modernisierungen und Innovationen, das Engagement in der Region sowie Service, Kundennähe und Marketing. Weder für die Nominierung noch für das nominierte Unternehmen ent­stehen Teilnahme- oder Bearbeitungsgebühren.

Dieser Preis, bekräftigt Frank Fiedler, sei für Heller-Leder mehr als eine Bestätigung für die intensive und gute Arbeit der vergangenen Jahre. Der Preis sei zugleich Motivation, auf diesem erfolgreichen Wege weiterzugehen.

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