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Mittwoch, 18. September 2019

Wird es Mitte des Jahres nun konkret mit der Wiederbelebung der alten VEV-Strecke zwischen Kemnade und Emmerthal? Werden, wie vom Kieswerkbetreiber geplant, schon Mitte 2017 mit Kies beladene Eisenbahnwaggons kostengünstiger und umweltschonender gen Norden rollen?

Für das Kiesunternehmen Lammert & Reese ist die Umsetzung des ehrgeizigen Millionen-Projekts jetzt in die entscheidende Phase getreten: Wie Jörg-Peter Kölling, Geschäftsführer der WRM-Reese-Unternehmensgruppe, berichtet, ist er mit den Gesellschafter-Vertretern sowie der mit dem Bau betrauten Unternehmung (OHE) beim Eisenbahnbundesamt in Bonn vorstellig geworden, um dort die Planungen zur Reaktivierung der seit Jahren kaum mehr genutzten Eisenbahnstrecke und die Bedeutung des Schienenstrages für die Zukunft der Kiesproduktion durch Lammert & Reese in Kemnade deutlich zu machen. Denn, so Kölling und Joachim Pöllmann, Geschäftsführer dies Kieswerkes Lammert & Reese, übereinstimmend: Von einem möglichst baldigen Wechsel des Kiestransports aus Kemnade von der Straße auf die Schiene hänge letztendlich die Zukunft des Standortes für das Unternehmen ab. Mit dem bislang üblichen kostenintensiven Lkw-Transport zu den Abnehmern im Norden sei man langfristig nicht mehr konkurrenzfähig: und das, zumal die Kiesproduzenten im Osten Deutschlands -traditionell aus DDR-Zeiten- schon heute kostengünstiger über den Schienenweg liefern. „In unserer Branche sind die Frachtkosten nun einmal höher als der Materialpreis“, erklärt Pöllmann: „In der Gesamtkalkulation machen bei uns als Massengut-produzenten rund 60 Prozent der Kosten die Fracht aus.“

Somit - und daraus machen die beiden Geschäftsführer kein Geheimnis - hänge schließlich auch ab, ob das Kieswerk Lammert & Reese seine weiteren Gewinnungsgebiete weserabwärts Richtung Hehlen überhaupt noch erschließen kann. Im derzeitigen Grubenterrain können bei Mächtigkeiten von 10 bis 40 Metern noch bester Weserkies für mindestens zehn Jahre gefördert werden. Sollte man durch künftigen Schienentransport weiterhin konkurrenzfähig bleiben, wäre durch die weiteren Erschließungsgebiete in Kemnade die Kiesförderung sogar für 25 bis 30 Jahre gesichert, erkärte Pöllmann.

Und hierauf setzt das Unternehmen und hat für Planungen und vorbereitende Arbeiten immerhin „schon einen sechsstelligen Betrag in das Schienenprojekt gesteckt“, wie Kölling erklärt. Als Investition in die Zukunft und für den Erhalt von Arbeitsplätzen in Bodenwerder: Denn neben den Mitarbeitern des Kieswerkes sind die Beschäftigten von Oberweser-Transport-Beton OTB und des Asphaltbetonherstellers Deutag GmbH & Co. KG Bodenwerder-Kenmade auch von der Zukunft des Kieswerkes abhängig. Auch das Betonsteinwerk Rohloff bekommt seinen Rohstoff aus der Lammert & Reese-Gruppe.

Schon in wenigen Tagen, bis zum 01. Februar, muss die Firma Lammert & Reese nun ihre Förderanträge beim Eisenbahnbundesam vorliegen haben. Dann wird die alte VEV-Strecke am Fördertopf in Konkurrenz mit anderen Strecken-Revitalisierungen treten. Zuschlag erhält, wer Ausschreibungsergebnisse mit den geringsten Kosten pro Schienen-Streckekilometer vorlegen kann. Die Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE), die die Bauleitung bei der Streckensanierung zwischen Emmerthal und Kemnade übernommen hat, hat die Ausschreibung ausgelobt: 9,8 Kilometer Gleisbett und Schwellen sind aufzunehmen, Schienenprofile auf den heutigen Stand zu bringen. Kölling: „Wegen der Vergabekriterien der Fördermittel müssen wir möglichst günstig bauen.“WRM-Reese baut auf die Reaktivierung der alten VEVe-Strecke

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