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Montag, 24. Juni 2019

Gerberei Heller jetzt Exklusiv-Lieferant für Innenausstattung aller Porsche-Baureihen

 

Bei dem Hehlener Lederhersteller Heller gehen in immer mehr Abteilungen auch nachts die Lichter nicht mehr aus. Der Drei-Schichten-Betrieb rund um die Uhr musste ausgeweitet werden. Er herrscht Vollbeschäftigung und Vollauslastung der Maschinen. Und in der Chefetage werden bereits erste Überlegungen über Neueinstellungen und Vergrößerungen der Produktionsflächen angestellt.

 

Es brummt bei Heller-Leder. Denn seit September ist der vielfach ausgezeichnete heimische Lederproduzent exklusiver Zulieferer von schwarzem Leder für die Porsche AG mit Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen. Das heißt: Für die aufwendige Leder- Innenausstattung aller Porsche-Baureihen wird die Porsche-Sattlerei jetzt mit Hehlener Leder beliefert. Und worauf der Geschäftsführende Gesellschafter Thomas Strebost und Frank Fiedler als Vertriebschef besonders stolz sind: Porsche ist mit diesem Großauftrag mit höchstem Renommee auf die Firma Heller-Leder zugekommen - und nicht umgekehrt. Heller ist übrigens bereits seit 1999 einer von mehreren Lieferanten für Porsche. Und nun liefert die Gerberei derzeit wöchentlich 15.000 Quadratmeter schwarzes Leder in Top-Qualität an die Firma Porsche, 5.000 Quadratmeter allein an die Nobel-Marken-Schmiede in Zuffenhausen.

 

Bereits seit Jahren hat sich Heller Leder durch seine Anstrengungen um ökologische Produktion weltweit als Pionier einen Namen gemacht. Und seit Jahren sammelt Heller für seine Öko-Bemühungen Preise, führt den Blauen Engel für nachhaltige Produktion und hat erst ganz aktuell den nationalen "European Business Awards 2015/2016" zuerkannt bekommen, mit dem geschäftlicher Erfolg, Innovation und Ethik im Bereich der Nachhaltigkeit ausgezeichnet werden.

 

Doch nicht nur durch seine Auszeichnungen für nachhaltige Produktion macht Heller seit Jahren in der Auto- und Möbelindustrie sowie bei den Herstellern luxuriöser Leder-Accessoires auf sich aufmerksam. Beim Prosche-Großauftrag konnte die Firma vor allem die besonders hohen Qualitätsanforderungen erfüllen. Und das Know-how dafür hat man sich in Hehlen - hier ist man übrigens eine von nur noch sechs in Deutschland in dieser Größenordnung existierenden Gerbereien - hart erarbeitet: Mit der besten feinnarbigen Rohware von Bullen aus den europäischen Alpenregionen, profundem Handwerk der zumeist im eigenen Hause ausgebildeten Gerber, Überprüfungen im eigenen Labor und peniblen Qualitäts-Endkontrollen. Denn, so erklärt Frank Fiedler: Für Leder in der Automobilindustrie gelten höchste Anforderungen - noch härter als für Möbel, Schuhe oder Taschen. Leder für Autositze und Lenkräder muss bei 50 Grad in Dubai diesselben Eigenschaften aufweisen wie bei minus 35 Grad in Alaska. Um diese Anforderungen stets 100-prozentig erfüllen zu können, wurde jetzt sogar eine ganz neue Trocknungsanlage angeschafft, bei dem das fertige Leder während der Trocknungsphase klimatisiert wird. Bei wöchentlichen Treffen mit Porsche tauschen sich Gerberei und Autohersteller ständig darüber aus, ob die Qualität stimmt.

 

Was bei den derzeit gut 200 Mitarbeitern in Hehlen zu erhöhtem Arbeitsaufwand und einer Zunahme im Sevicebereich und bei der akribischen Qualitätsprüfung geführt hat. Doch hier ist Thomas Strebost voller Lob für die Belegschaft: Wegen des Porsche-Auftrages habe man ein enormes Engagement in der gesamten Belegschaft gespürt, die voll mitgezogen habe. "Unsere Leute haben deswegen vielfach auf Freizeit verzichtet und ihre Urlaube verschoben", so Fiedler.

 

Es boomt also in der Hehlener Gerberei, und die Geschäftsleitung kann optimistisch in die Zukunft blicken, was sichere Umsätze sowie Sicherheit und sogar Ausbau der Arbeitsplätze angeht. Eines jedoch, so Strebost und Fiedler übereinstimmend, soll wie eh und je Credo bei Heller-Leder bleiben: "Produziert wird in Hehlen; und nicht ein Bereich der Produktion wird in Billiglohnländer ausgelagert. Und sollte erweitert werden müssen, dann ebenfalls nur am Stammsitz in Hehlen".

 

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