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Samstag, 19. Januar 2019

Vom alten Grohnder Bahnhof aus wollen sich Gleisbauer Richtung Kemnade vorarbeiten

 

Schweres Gerät und zwischengelagertes Baumaterial im alten Grohnder Bahnhof beweisen: Die Bahnstreckensanierung Emmerthal–Bodenweder/Kemnade hat begonnen. Wie Jörg-Peter Kölling, Geschäftsführer der WRM-Reese Unternehmensgruppe berichtet, ist der Grohnder Bahnhof Materialzwischenlager für die Montagetrupps, die, sobald es die Witterung zulässt, mit der Streckensanierung zwischen Emmerthal und Kemnade beginnen sollen.

Die gesamte Gleisstrecke zwischen Grohnde und Bodenwerder wird einschließlich der Bahnübergänge in den nächsten Monaten erneuert. 9,8 Kilometer Gleisbett und Schwellen sind aufzunehmen, Schienenprofile auf den heutigen Stand zu bringen. Kölling: „Aus derzeitiger Sicht soll die Strecke ab 1. Juli des Jahres wieder befahrbar sein.“ Damit die Kieszüge am Kieswerk beladen werden können, müssen anschließend noch die Verladeeinrichtungen am Werk in Kemnade gebaut werden, so der Geschäftsführer, der auch bestätigt, dass aller Voraussicht nach noch 2017 die ersten Schwertransporte über das revitalisierte Gleisbett Richtung Norden rollen sollen. Fortan werden dann im Schnitt drei Kies-Züge pro Woche auf der Strecke verkehren. Jede Zugfahrt wird dabei etwa 100 Lkw-Fahrten ersetzen, die jetzt noch zum Großteil über die Bundesstraße 83 gehen.

Die Firma Lammert+Reese hatte die alte VEV-Strecke Emmerthal–Bodenwerder 2015 gekauft, um diese für ihre Kies- und Sandtransporte aus dem Gewinnungsgebiet Kemnade/Hehlen wieder für den öffentlichen Schienen-Güterverkehr nutzbar zu machen. Inklusive Anschlussgleis und Verladeeinrichtung wird das Unternehmen rund 7 Millionen Euro in die langfristige Standort- und Zukunftssicherung seines Rohstoff-Betriebes in Bodenwerder/Kemnade investieren.

Die anstehenden Arbeiten am Bahnkörper und am Gleisnetz werden von der ARGE (Arbeitsgemeinschaft) Wilke, Matthäi & Stefen ausgeführt. Allesamt sind mittelständische Bahnbauunternehmen. Die Planung und Bauüberwachung wird von der Osthannoverschen Eisenbahn (OHE) geleistet.

Wie Jörg-Peter Kölling weiter ankündigt, wird der alte Verladebahnhof in Grohnde, der derzeit Basislager für die Gleissanierungen ist, später als Kuppelstelle für die Kieszüge genutzt werden. Auf dem Abschnitt Bodenwerder-Grohnde können aufgrund der Steigungen vermutlich nur beladene Halbzüge verkehren, sodass hier für jede Tour zunächst zwei Fahrten in dieser Richtung angesetzt werden müssen. Die Halbzüge werden dann im Bahnhof Grohnde für die Weiterfahrt Richtung Norden zusammengekoppelt. Die Leerzüge können jedoch komplett in Bodenwerder/Kemnade zugestellt werden.

 

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